U21 Damen: UBN vs. Floorball Obwalden 4:3, UBN vs. UHC Bremgarten 10:0

„Die Frucht unseres Trainings“

Liess man diesen Sonntag seinen Blick durchs Hatzenbühl schweifen, wimmelte es nur so von UBN-Fans. Dies aus gutem Grunde: Die Juniorinnen U21b hatten Heimrunde!

redakteur
Unsere ersten Gegnerinnen waren die Tabellen-Führerinnen aus Obwalden. Diese konnten in der letzten Runde mit zwei Siegen brillieren, während UBN zwei bittere Niederlagen einstecken musste. Doch dies sollte heute geändert werden! Von Anfang an konnte sich UBN als dominierende Mannschaft mit vielen schönen Spielzügen und auch Abschlüssen zeigen. Jedoch fehlte es noch an Genauigkeit und auch an etwas Glück, sodass es der kleine löchrige Ball in der ersten Halbzeit nie hinter die gegnerische Torlinie schaffte. Anders sah es aus Sicht der Obwaldenerinnen aus: Dank einem Freistoss gelang ihnen der erste gefährliche Abschluss aufs und sofort auch ins Tor. Mit einem unzufriedenstellenden 0:1 gingen die UBN-Frauen in die Pause.
Mit nicht weniger Power startete das Heimteam in die zweite Halbzeit und es dauerte nur wenige Sekunden, bis auch für UBN ein Freistoss gepfiffen wurde, den Pia Sonderegger wunderbar im Tor versenkte. Dann konnte Nina Hoffmann UBN in Führung schiessen. Doch diese Führung hielt nicht lange an, denn kurz darauf musste das Heimteam den unglücklichen Ausgleichstreffer akzeptieren. An Einsatz und an Kampf fehlte es nicht, im Gegenteil, unsere Spielerinnen gaben weiterhin alles und kämpften bis zum Umfallen. Dies wurde dann auch belohnt; nach einer schönen Auslösung hüpfte der von Vanessa Schmid gespielte Ball, auch mit etwas Glück, über das Bein der gegnerischen Torhüterin. Das Team nahm sich vor, weiterhin ruhig und sicher zu spielen, wurde aber doch etwas unruhig und war in einem Moment zu fest nach vorne fokussiert. Dies nützten die Obwaldenerinnen mit einem Konter aus und erzielten den Ausgleich, als die Matchuhr 39:42 Minuten anzeigte. Das konnte nicht wahr sein! Wie schon oft in vergangenen Matches wandte sich das Glück in den letzten Spielminuten unseren Gegnerinnen zu. Doch heute, vor Heimpublikum und nach einer starken Leistung, durfte dies nicht der Fall sein! UBN wusste, es waren noch 18 Sekunden, in denen starke Nerven und der Wille, ein Tor zu erzielen, zu beweisen waren, um einen hart umkämpften Sieg nach Hause zu bringen. Es dauerte nur 10 Sekunden, bis Nina Hoffmann ein Schuss aufs Tor gelang, dieser jedoch abprallte und Celine Wehrli, die gefährlich im Slot stand, vor die Schaufel fiel. Irgendwie gelang es dieser, den Ball ins Netz zu bringen und was dies in der Halle auslöste, braucht es eigentlich nicht zu erwähnen. Die Hühnerhaut von diesem Moment kehrt auch beim Schreiben dieses Berichtes zurück. Die Halle tobte und niemand konnte es richtig fassen! Nach den acht weiteren Sekunden ertönte endlich die Schlusssirene und der Heimsieg war Tatsache!
Nach diesem nervenzehrenden ersten Match galt es, im zweiten Match ebenso konzentriert und fokussiert aufzutreten. Endlich gelang es den UBN-Juniorinnen, auch gegen einen etwas schwächeren Gegner, das eigene Spiel aufbauen und spielen zu können. Denn genau an dieser Fähigkeit fehlte es letzte Saison des öfteren. Gegen Bremgarten konnte das Heimteam beweisen, dass es in letzter Zeit hart trainiert hat und bei allen Spielerinnen Fortschritte zu sehen sind. Dank einem schönen Zusammenspiel und guten sowie auch vielen Torchancen wurde den Gegnerinnen schnell klar gemacht, wer hier das Spiel im Griff hat.
Es wäre eine zu lange Liste, alle Torschützerinnen und Assists aufzuzählen, die Quintessenz ist: Wir freuen uns auf zwei Kuchen! Einen von Jennifer Derrer, die keinem Ball die Chance gab, an ihr vorbeizukommen, und einen von Céline Wehrli, die einen herrlichen Pass von Melanie Binggeli verwertete, um das zehnte und somit auch letzte Tor zu schiessen. Ein Stängel!!!
Wir bedanken uns bei allen Fans, es war eine grosse Freude, vor euch gewinnen zu dürfen. Auch die Trainer waren zufrieden mit der Leistung. Patrick Müller bringt den Spieltag wunderbar auf den Punkt: „Das war jetzt die Frucht unseres Trainings!“
Autorin: A.E.