Herren 1: UBN vs. Flames 5:3, UBN vs. Flames 9:1

UBN steht im Playoff-Halbfinal

Kann der „Angstgegner“ nach der Niederlage im ersten Spiel in einer Best-of-3 Serie bezwungen werden? Ja, kann er. Und wie! Nach zwei klaren Siegen gegen die Flames steht UBN im Playoff-Halbfinal und trifft dort auf den UHC Herisau.

redakteur

Samstag 15.02.2020: UBN vs. Flames 5:3

Das Schöne an den Playoffs ist ja, dass jedes Spiel bei 0 zu 0 beginnt. Eine der meistgenannten Floskel im Sport aber es hat halt was. Nach dem zerfahrenen Auftritt im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinals in Jona wollte UBN eine starke Reaktion zeigen. Begleitet von den Einlaufkids liefen am Samstag die UBN-Spieler hochmotiviert und gewillt diese Reaktion zu zeigen ins Hatzenbühl ein.

War im ersten Spiel UBN wohl doch ein wenig vom Tempo der Flames überrascht worden, kann das Gleiche im zweiten Spiel von den Flames behauptet werden. UBN schlug von der ersten Sekunde ein hohes Tempo an und kaufte den Gästen vom Obersee den Schneit ab. Bereits nach 49 Sekunden war es Ehrensperger, der den Ball in die Maschen drosch. Nach 2 Minuten 21 Sekunden: Selber Spieler, fast identisches Goal. Und UBN liess nicht locker und spielte im gleichen Tempo weiter. Das 3 zu 0 von Nico Schaffner mit einem herrlichen Volley war die logische Konsequenz. UBN drückte weiter das Gaspedal durch. Bis zum Ende des ersten Drittels änderte sich aber nichts mehr am Resultat.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts musste Ehrensperger in die Kühlbox und den Flames bot sich die Chance zum Anschluss. Da aber ein UBN Spieler nur durch ein Foul am Konter gehindert werden konnte musste kurz darauf auch ein Flames-Spieler zwei Minuten auf die Strafbank. Keine der beiden Mannschaften konnte aber vom zusätzlichen Platz profitieren. Danach war UBN vor allem darum bemüht das Spiel zu kontrollieren und immer wieder Nadelstiche zu setzten. Kurz vor Ende des zweiten Drittels konnte dabei Homberger den Ball über die Linie drücken und mit dem 4 zu 0 ging es in die Pause.

Das Bild änderte sich auch im letzten Drittel nicht sonderlich. UBN hatte das Geschehen im Griff und die Flames fanden nicht viele Mittel gegen das Tempo des Heimteams. In der 48. Minute gelang aber UBN durch Altorfer ein weiterer Treffer und so stand es rund zehn Minuten vor Schluss 5 zu 0. Dies gab dem Coach der Flames den Anlass zu einem Timeout und dieses schien zu nützen. Nur kurz später gelang den Flames der erste Treffer. Und in der 54. Minute kamen sie gar zu einem zweiten Treffer. Die aufkommende Nervosität beim Heimteam wurde durch ein Timeout ihrerseits im Keim erstickt. Zwar konnten die Gäste in der 57. Minute nochmals jubeln aber der Sieg war nie in Gefahr und somit konnte UBN die Serie zum 1 zu 1 ausgleichen.

 

Sonntag 16.02.2020: UBN vs. Flames 9:1

Am Sonntag folgte das entscheidende Spiel in Jona und sicherlich wurde nach der Niederlage am Samstag auch bei den Flames mit Floskeln um sich geworfen, da die Art und Weise der Niederlage dem ambitionierten Team sicherlich sauer aufgestossen ist. Für UBN galt es das Momentum für sich zu nutzen und den Drive mitzunehmen.

Und wie am Samstag startete UBN sehr stark in die Partie und bereits nach 36 Sekunden verwandelte Rhyner einen Traumpass von Borth mit einem satten Schuss unter die Latte. Der einzige Unterschied zum Vortag in der Startphase war, dass sich UBN mit dem zweiten Tor drei Minuten mehr Zeit liess. Dem Tor von Weder ging wiederum ein schönes Zuspiel von Mächler voraus. Weitere zwei Minuten später, dann die umgekehrte Variante und Mächler traf zum 3 zu 0. Zu viel des Guten für den heimischen Coach der Flames, der ein Timeout nahm und seine Mannen (zu) lautstark zurechtwies. Diese Methode verfehlte aber am Sonntag sein Ziel und es war weiterhin UBN am Drücker. Der glänzend aufgelegte Weder erhöhte mit zwei weiteren Treffern noch vor der Pause auf 5 zu 0. Einziger hektischer Moment für UBN war die Kontaktlinsensuchaktion mit sämtlichen Spielern und sogar Zuschauer auf dem Feld, die glücklicherweise gar nicht nötig war, da die Kontaktlinse nur verrutscht und nicht verloren war.

Im zweiten Drittel galt es die Konzentration trotz der hohen Führung nicht zu verlieren und weiter die Flames unter Druck zu setzen. Dies gelang hervorragend. Fenaroli brauchte nur gerade 26 Sekunden um auf 6 zu 0 zu stellen. Rothmund und Nico Schaffner konnten gar bis zur 27. Minute noch auf 8 zu 0 erhöhen. Das Heimteam konnte einem fast leidtun ab der Gnadenlosigkeit von UBN. Kurz vor der zweiten Pause eroberte Schweizer den Ball tief in der Zone der Flames, bediente Mustergültig Weder, der ohne Mühe seinen vierten persönlichen Treffer erzielte.

Auch im letzten Drittel liess UBN nichts mehr anbrennen, nahm aber den Fuss vom Gas. Sehr konzentriert wurde das Spiel zu Ende gespielt. Einziger Wehmutstropfen bleibt der ärgerliche Gegentreffer aufgrund eines schlechten Wechsels, der dem starken Lüttinger den Shutout gegen sein Ex-Team versaute.

Die Freude nach dem Abpfiff auf Seiten UBN-Spieler und den zahlreich erschienen Anhänger (ihr seit grossartig!!!) war riesig und mit zwei sehr guten Auftritten verdiente sich UBN die Qualifikation für den Playoff-Halbfinal redlich. In diesem trifft UBN nun auf den Qualifikationszweiten UHC Herisau und das erste Spiel findet am nächsten Sonntag, dem 23. Februar, in Herisau statt.

Vielen Dank auch an André Düsel für die einmal mehr sehr tollen Bilder, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

Bilder 15.02

Bilder 16.02

Autor: CH.H.